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Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

Bertholt Brecht

Wir haben lange gekämpft und nun doch „verloren“ – aber was heißt schon verlieren.Wir haben es zwar leider nicht geschafft, das „Kiek in“ zu erhalten, aber wir haben trotzdem etwas gewonnen – und zwar viele viele liebe Menschen die uns unterstützt haben. Auf ganz vielen verschiedenen Wegen.

Heute ist im „Kiek in“ der letzte Tag, bevor die Tore entgültig geschlossen werden. Wer noch einmal dort hin möchte, kann das gerne noch tun. Dort ist ein großes Buffet aufgebaut und alle sind heute noch einmal da – zum Abschied. Mindestens bis 14 Uhr heute.

Wer die ganze Geschichte um das „Kiek in“ noch einmal nachlesen möchte, kann das tun —> *bitte hier klicken*

Abschiednehmen ist nicht einfach – vorallem bei so einem tollen Projekt und noch mehr weil unsere Hilfe so abgeblockt wurde. Wir haben positive und unterstützende Rückmeldungen von vielen Politikern bekommen, vom Bundespräsidialamt, von verschiedenen Bundesministerien – aber wenn jemand nicht gerettet werden will, dann kann keiner was tun.

Dazu gibt es hier noch einmal eine Zusammenfassung von Erika Sievers, die so viel Energie aufgebracht hat und für uns alle ein Vorbild ist! Erika, wenn ich es vorher noch nicht gewusst hätte, so hätte ich es durch dich erfahren. Ja, man kann Berge versetzen-wenn auchleider nicht alle.Trotzdem war es einfach wunderbar zu erfahren, wie sehr du dich einsetzt und dass du keine Hürden scheust.Außerdem bewundere ich deinen Mut aufzustehen und das auszusprechen was ist! HUT AB liebe Erika und weiter so!!!

ES IST AUS!
Heute ist der letzte Tag. Wir haben gekämpft, haben überwältigende Solidarität erfahren, das Café bekannt gemacht, den Umsatz gesteigert, die Öffentlichkeit informiert, Politiker, Radio, Zeitungen und Fernsehen hinter uns gebracht, aber der Gegner ist zu mächtig: Die Lebenshilfe!
WENN JEMAND NICHT  W I L L , dann können wir nichts ausrichten. Während der ganzen Zeit hatten wir nicht einen einzigen Menschen aus dem Umfeld der Lebenshilfe auf unserer Seite.

Bereits am 05.07.11 war für die Lebenshilfe klar, dass sie das Café schließen wird. Wir hatten zu keiner Zeit eine Chance. Selbst dem Druck der Öffentlichkeit gab die Lebenshilfe-Führung nicht nach. Sie lässt kein Argument gelten. Sie gibt uns keinen Aufschub. Wir bekommen nicht die Chance zu beweisen, dass dieses Café schwarze Zahlen schreiben kann. Dass das möglich ist, wissen wir von zahlreichen ähnlichen Projekten nach Auskunft beim Landesbehindertenbeauftragten in Hannover.

Am 07.09.2011 ist unsere letzte Chance verstrichen. Es fand eine Kreissozialausschusssitzung statt mit dem Thema „Schließung des Kiek in“. Der Geschäftsführer der Lebenshilfe war geladen und musste unangenehme Fragen beantworten. Es kann doch nicht sein, dass dieses Projekt nach nur zwei Jahren die Pforten schließt. Warum eine eher therapeutische Idee und keine unternehmerische zugrunde lag? Geschlossen wird schließlich aus wirtschaftlichen Gründen. Dass ein 6-stelliger Minus-Betrag „erwirtschaftet“ wurde, ist ein Unding. Gab es keinen Geschäftsplan? Das Café war nicht bekannt. Es gab kaum Werbung etc. etc.

A l l e s   u m s o n s t   ! ! !

Bereits am 05.07.11 stand fest, dass das Café schließt. Wir alle waren nur unbequeme Störenfriede. Ja, Sie bzw. du auch, der du hier deine Solidarität bekundet hast.
Von Seiten der Lebenshilfe und der Mitarbeiter/innen vor Ort wurde alles getan, um unseren Bemühungen entgegen zu wirken. Nach und nach wurden Mitarbeiter/innen abgezogen, die Öffnungszeiten drastisch reduziert, samstags sogar gar nicht mehr geöffnet. Und das alles, obwohl immer mehr Gäste ins Café kamen. Obwohl wir alle Hebel in Bewegung gesetzt und sehr, sehr viel erreicht haben, war alles umsonst. Von Anfang an.
Schade für die Menschen in der WfB Tostedt, die jetzt eine Chance weniger haben, über einen Job im lebenshilfe-eigenen Café auf den ersten Arbeitsmarkt zu gelangen.
Schöne Grüße nach Lüneburg. Bewahren Sie sich Ihren Sandkrug und tun Sie alles, damit mehr Gäste kommen. Sonst blüht Ihnen das gleiche Schicksal wie dem „Kiek in“ in Tostedt. Angesprochen wurde das Thema bereits.

Jetzt, nach dem alles noch mal raus ist, wollen wir und nicht lange ärgern, sondern positiv weiter in die Zukunft gucken. Wir wünschen uns weiterhin Menschen die solche Projekte auf die Beine stellen und dafür kämpfen dass sie Erfolg haben!
Keiner der seine Unterschrift, seine Unterstützung und seine guten Gedanken gegeben hat, sollte denken es hat nichts gebracht. Das ist Unsinn! Wir haben Menschen bewegt, wir haben die Politik augeschüttelt und wir sind für das eingestanden was uns wichtig ist. Das sollte immer so sein-egal wie es ausgeht!

Danke Euch allen!!!

In diesem Sinne. Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes Wochenende. Lasst Euch nicht unterkriegen!

Eure Julia


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09.09.2011: Heute ist der letzte Tag des „Kiek in“. Hierzu gibt es einen gesonderten Blogeintrag. —> https://juliahartel.wordpress.com/2011/09/09/heute-letzter-tag-im-kiek-in-in-tostedt/

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Nachtrag zum Blogeintrag: Bitte nehmt Euch die Zeit und hinterlasst einen kurzen Kommentar und Euren vollen Namen (Vor-und Zuname) hier unter dem Blogeintrag. Wir nutzen das dann gesammelt als Unterschriftenliste für den Erhalt des Kiek in! Danke schon mal für die riesen Resonanz!!!!! DANKE!!! Ihr seid toll!!

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Einiges was hier so passiert ist konnte ich leider aus zeitlichen Gründen nicht alles aufführen. Wir haben viel getan und viel positive Rücmeldung bekommen….leider hat es nicht gereicht.

Aktuelles: 17.07.2011 Artikel im Wochenblatt (Nordheide)

Aktuelles: Artikel im Harburger Land: http://www.han-online.de/Harburg-Land/article76480/Das-Aus-kommt-nach-nur-einem-Jahr.html

Aktuelles: Der NDR berichtet: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/heide/kiek101.html

Aktuelles: Es wir ein neuer Betreiber für die Zeit nach dem 09.09.2011 für das Cafe gesucht!

Aktuelles: Hit Radio Antenne Niedersachsen berichtet!

Aktuelles: 15.07.11: Wir freuen uns über die Meldung aus dem Café direkt, dass es noch bis zum 09.09.11 geöffnet hat. Lasst uns mit vereinten Kräften daran arbeiten, dass viele Gäste das „Kiek in“ in 21255 Tostedt, Zinnhütte 22, besuchen, damit das Kiek in auch danach noch geöffnet bleibt!!!!!!!

Aktuelles: Bericht im Wochenblatt: Seite 1 und 21: http://www.kreiszeitung.net/uploads/blaetterkatalog/ausgabe/mi/nh/13072011/index.html

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Hallo Ihr Lieben!

Heute mal ein Aufruf etwas zu bewegen. Wie oft sieht man etwas, was einen ärgert oder bedrückt und tut doch nichts…..meistens weil man schon vorher denkt „das bringt doch eh nichts“ – Ich bin da keine Ausnahme.  Aber es ist nie zu spät was anzupacken und das tue ich hiermit.

Vor einigen Wochen habe ich eine ganz tolle Familie einen Tag lang fotografisch begleitet. Mitten drin, einer der jungen Herren, dessen Arbeitsplatz nun betroffen ist.

Mir liegt dieser Aufruf besonders am Herzen, da Menschen mit Handicap ganz besonders unsere Unterstützung brauchen. Natürlich gründet man ein Unternehmen um Gewinne zu erzielen….aber auch andere Unternehmen schaffen das nicht immer von heute auf morgen.

Lasst uns zusammen helfen, damit die jungen Menschen die im Cafe „Kiek in“ arbeiten noch viele schöne Momente dort erleben können!

Bitte weiterlesen….

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Rettet das Café „Kiek in“ in Tostedt

Ein ganz besonderes Café soll einfach so die Pforten schließen. Hier arbeiten unter Anleitung von kompetenten und liebevollen Damen, 6 – 8 sympathische junge Menschen mit einem kleinen Handicap, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance haben. Wer erlebt hat, mit wie viel Liebe Kaffee, Kuchen, Eisbecher oder auch das empfehlenswerte Frühstück serviert werden, dem zerreißt es das Herz. Alle Kuchen, Kekse und Torten sind selbst gebacken. Es gibt einen leckeren Mittagstisch, der sehr gern von überwiegend Stammgästen angenommen wird. „Kiek in“ – das Wohlfühlcafé! Dieses Café soll von Tostedts Bildfläche verschwinden. Aus Kostengründen! Das darf nicht passieren!

Bitte helft mit bei der Rettung. Wir brauchen Gäste, Laufkundschaft (das Café liegt am Tostedter Bahnhof, Zinnhütte 16–22, 21428 Tostedt) und Sponsoren.

Wir: Das sind Eltern und Betreuer der Behinderten.
Mehr Infos gibt es bei: Wilfried Durchholz und Erika Sievers, erikasievers@t-online.de, Tel. 04166 – 1422.

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Leserbriefe an die Zeitung und Aufrufe an den Bürgermeister sind auch nicht schlecht.
Wer Kontakte hat, soll sie bitte nutzen!! 🙂

Danke für die Bereitstellug der Fotos liebe Erika!

Lebenshilfe Lüneburg-Harburg

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